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1992 Mazda RX-7 (FD3S)

Startgebot: 1,00

Beginnt am: 7. Juli 2021 19:00

Endet am: 21. Juli 2021 19:00

Dieser 1992 Mazda RX-7 (FD) ist ein seltener Wankelmotor-Sportler in einem überzeugenden technischen Zustand. Als eines der sehr wenigen in Deutschland ausgelieferten Fahrzeuge, handelt es sich bei diesem Auto um eine echte Rarität, die nicht mit den rechtsgelenkten, verbastelten Exemplaren aus dem Ausland verglichen werden darf. Der RX-7 hier ist beinahe im Originalzustand und die drei Vorbesitzer haben eine Fahrstrecke von 88.000 km zurückgelegt.

Der RX-7 FD ist ein hochkomplexes technologisches Meisterwerk aus der Ära in der japanische Automobilhersteller die Grenze des technisch Machbaren ausloten wollten. Diese Zeit in den 1990er Jahren brachte uns ebenfalls Fahrzeuge wie den Honda NSX, Nissan Skyline GTR (R32, R33 und R34), Nissan 300ZX Twin Turbo Z32, Mitsubishi 3000 GT und natürlich den JZA80 Toyota Supra. Es handelt sich dabei um die größten Ikonen der JDM-Autokultur und der RX-7 FD reiht sich nahtlos ein.

Der 1,3 Liter Zweischeiben-Wankelmotor (13B-REW) mit sequenzieller Aufladung durch zwei Turbolader leistet im deutschen Modell 240 PS bei 6500 U/min. Ein 5-Gang-Schaltgetriebe überträgt die Leistung an ein Torsensperrdifferenzial. Laut Originalprospekt sprintet der FD aus dem Stand in 5,3 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 250 km/h. Ein Gewicht von 1300 kg, dass sich genau zu Hälfte auf beide Achsen verteilt, sorgt für exzellentes Handling. Mazda nennt all dies die “Fakten der Faszination”.

Exterieur

Die Karosserie des FD gehört für viele zu den schönsten, die je aus dem Land der aufgehenden Sonne kamen. Die ungeschweißte Karosserie dieses RX-7 trägt den Farbton Signalrot (auch Vintage Red; Code NU), der zu den beliebtesten für den FD gehört. Rost ist für dieses Exemplar nur bedingt ein Thema. Die auffälligste Stelle ist neben dem linken hinteren Schwellerende am Unterboden, hier sind Schweißarbeiten notwendig. Außerdem hat sich an einer Türunterkante neben einem langen schmalen Lackmangel (Grundierung ist sichtbar) ein Rostbläschen gebildet. Davon abgesehen ist kein Rost bekannt; auch nicht an den anfälligen Radläufen.

Bis auf einen leichten Rempler an der Front ist kein Unfall bekannt. Der Rempler ist beim Rangieren des FD passiert; er ist mit der Front an eine Anhängerkupplung gestoßen. Die Stoßstange wurde danach demontiert und neu lackiert. Das Frontemblem wurde nach der Lackierung nicht wieder angebracht.

Der Rest der Karosserie trägt laut Besitzer noch Originallack, der bis auf alterstypische Abnutzungen keine Beschädigungen aufweist. Im Gegensatz zu vielen älteren rot lackierten Fahrzeugen, ist der Lack des RX-7 noch kräftig und nicht verblasst.

Der RX-7 ist mit den leichten, silber lackierten 16”-Originalfelgen ausgestattet. Sie zeigen weder Beschädigungen noch Lackmängel. Bereift sind sie mit Yokohama Advan Sport V105 in der Dimension 225/50 ZR16 aus dem Jahr 2015. Gefahren wurde mit den Reifen allerdings nur wenige hundert Kilometer; das Profil befindet sich annähernd im Neuzustand. Da das Fahrzeug stets abgedeckt in einer Halle oder Garage stand, halten sich Alterungserscheinungen in Grenzen.

Interieur

Wie typisch für japanische Fahrzeuge aus der Zeit, ist das Interieur des RX-7 großzügig ausgestattet. Die schwarze Lederausstattung befindet sich in gutem Zustand. Selbst die häufigsten Berührungspunkte – Lenkrad und Schalthebel – sind nicht abgegriffen. Einzig Kunststoffoberflächen sind nicht perfekt erhalten. Die Oberflächen sind sehr empfänglich für Kratzer, die bei diesem RX-7 auch vertreten sind. In den Galeriefotos kann man sich vom Umfang ein Bild machen. Die Verkleidung der Heckklappe ist in der Nähe des Wischwassereinfüllstutzens gerissen und wurde geklebt.

Das horizontale Öffnen des elektrischen Schiebedachs funktioniert einwandfrei, die Hubfunktion ist funktionstüchtig, aber leicht schwergängig. Das Originalradio wurde durch einen Spezialisten wiederinstandgesetzt und ist vollumfänglich einsatzbereit. Die Klimaanlage wurde auf 134a umgerüstet, aber ist derzeit nicht befüllt.

Sämtliche andere Komfortelektronik, die unter anderem einen Tempomaten beinhaltet, ist ebenfalls frei von Defekten. Warnlampen erlöschen alle wie vorgesehen mit einer Einschränkung: Die Wischwasser-Warnleuchte war dauerhaft an, da der Schwimmer den Flüssigkeitsstand nicht mehr erkennt. Diese Lampe wurde manuell deaktiviert.

Modifikationen im Interieur gibt es fast keine. Es war mal eine Alarmanlage mit Wegfahrsperre installiert, die aber wieder entfernt wurde. Einziges Überbleibsel ist eine kleine gelbe Leuchte hinter dem Schalthebel. Außerdem wurde eine Ladedruckanzeige installiert, um diverse Fehlerdiagnose-Arbeiten zu erleichtern; doch dazu später mehr. Die Ladedruckanzeige ist nicht fest verbaut und kann, ohne einfach sichtbare Spuren zu hinterlassen, entfernt werden.

 

Technik und Dokumentation

Die hochkomplexe Technik der FD-Baureihe hat so einige Tücken, insbesondere in Bezug auf die sequenzielle Aufladung, denen auch der Besitzer dieses Exemplars gegenüberstand. Zum jetzigen Zeitpunkt befindet sich der Wankelmotor aber im Bestzustand, wobei es ein langer und teurer Weg bis dahin war. In den Motor wurden seit 2010 hohe Investitionen getätigt.

Zunächst wurde der Motor nach einem Schaden bei einem Spezialisten in England komplett überholt und mit einem Streetport versehen. Nach der Revision fuhr der RX-7, hatte aber ein deutliches Leistungsdefizit durch das fehlende Einsetzen der zweiten Turbostufe.

Der FD wurde dann von vielen Wankel-Experten untersucht. Das Leistungsdefizit sollte durch einen defekten Motorkabelbaum verursacht worden sein. Der Kabelbaum wurde deshalb getauscht und zusätzlich wurden neue Zündkerzen, Zündkabel und Zündspulen verbaut. Das Einsetzen der zweiten Turbostufe blieb aber bestehen. Zwischenzeitlich wurde auch ein freiprogrammierbares Steuergerät der Firma Adaptronic aus Australien angeschafft, da die Ursache beim Originalsteuergerät vermutet wurde. Für die Abstimmung wurde die Ladedruckanzeige im Interieur installiert und eine Bohrung für eine weitere Lambdasonde in den Krümmer durchgeführt. Die Ursache wurde trotzdem nicht behoben. Also wurde das Originalsteuergerät wieder verbaut und die Bohrung für die weitere Lambdasonde mit einem Blindstopfen verschlossen. Das Adaptronic-Steuergerät liegt dem RX-7 bei Verkauf bei.

Anschließend wurden alle Schläuche der Unterdrucksteuerung der zweistufigen Aufladung getauscht und alle Magnetventile geprüft. Zwei Ventile mussten ersetzt werden. Schlussendlich konnte der 13B-REW den vollen Vortrieb bereitstellen.

Nach der ersten Fahrt stellte der Besitzer fest, dass Fahrwerk und Bremsen auch einer Überholung bedurften. Das Fahrwerk erhielt vier neue, einstellbare gelbe Stoßdämpfer von Koni, neue Staubschutzmanschetten und Domlager. Die Federn sind noch original und der RX-7 somit nicht tiefergelegt. Die Bremse wurde mit neuen Scheiben der Marke EBC an der Vorderachse ausgestattet; die hinteren Scheiben wurden nicht getauscht. An beiden Achsen verrichten nun Bremsbeläge des Typs “Greenstuff” von EBC effektiv ihren Dienst. Die Bremsschläuche vorne und hinten wurden für ein besseres Ansprechverhalten beim Bremsen gegen Stahlflexleitungen gewechselt. Alle Bremskomponenten verfügen selbstverständlich über eine ABE. Die einzige weitere Modifikation der Technik unter dem Fahrzeug betrifft die Auspuffanlage, die ab Katalysator durch eine Edelstahlanlage ersetzt wurde.

Die Historie des FD ist nicht vollständig dokumentiert. Das Scheckheft ist nur bis 48.000 km durchgestempelt. Der jetzige Besitzer hat für einige der durchgeführten Arbeiten und verbauten Teile Rechnungen, aber nicht für alle. Als Besitzer einer Oldtimersammlung und erfahrener Schrauber hat er auch viele Arbeiten in Eigenregie erledigt, für welche selbstverständlich keine Rechnungen vorhanden sind. Der FD kommt mit einigem an Fachliteratur und der originalen Bedienungsanleitung. Eine gültige Hauptuntersuchung hat der RX-7 nicht, da er immer mit einem roten Wechselkennzeichen bewegt wurde.

Durch seinen hohen Verkaufspreis von über 85.000 DM und wenig Markenprestige blieb die Nachfrage nach dem FD trotz seiner exzellenten Sportwagenqualitäten zeitlebens sehr gering. In der kurzen Verkaufszeit von vier Jahren sollen nur 447 Stück in Deutschland verkauft worden sein. Die schwierige Wartung, die auch den Besitzer dieses Exemplars vor große Herausforderungen gestellt hat, hat die Nummer dieser Autos weiter dezimiert. Es handelt sich also um einen absoluten Exoten mit durchreparierten Antrieb in ehrlichem Zustand, der mit ein wenig Liebe wieder in sehr gutem Zustand erstrahlen kann. Solange man die Wartung nicht schleifen lässt, kann der Wankelmotor auch sehr zuverlässig sein. Beweis dafür ist der Mazda 787B, mit dem im Jahr 1991 zum ersten Mal in der Geschichte ein japanisches Auto die 24 Stunden von Le Mans gewann. Auch wenn das Fahrzeug als Neuwagen verkannt wurde, wird dem RX-7 FD langsam die Würdigung zuteil, die ihm zusteht: Auto, Motor und Sport hat den RX-7 FD vor ein paar Monaten erneut getestet (Link: https://www.auto-motor-und-sport.de/test/mazda-rx-7-1992/) und war begeistert. Und zwar so sehr, dass der FD zum “neuen Lieblingshelden” deklariert wurde.

 

Die Beschreibung des angebotenen Fahrzeugs basiert auf den Aussagen des Verkäufers, der diese nach bestem Wissen und Gewissen getätigt hat. Wir stellen kritisch und detailliert Fragen, um uns vom Zustand des Fahrzeugs zu überzeugen. Zusammen mit der ausführlichen Fotodokumentation ist das Inserat so akkurat wie möglich. Trotz alledem sind Interessenten selbst verantwortlich, sich in letzter Instanz persönlich mit der erforderlichen Sorgfalt von der Beschaffenheit des Fahrzeugs zu überzeugen. Nutzen Sie bei Anmerkungen und Fragen bitte die Kommentarspalte. Bei Interesse an einer Besichtigung kontaktieren Sie gerne den Verkäufer oder uns. 

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Fahrzeugdaten

Lot

000027

Endet am

21.07.2021 um 19 Uhr

Anbieter

Jörg

Verkaufstyp

privat

Standort

Vorwerk bei Tarmstedt, PLZ: 27412

Fahrgestellnummer

JMZFD138200100181

Anzahl der Vorbesitzer

3

Laufleistung

88.375 km

Farbe

Signalrot bzw. Vintage Red (Code NU)

Kammervolumen

1308 cm³

Leistung

240 PS

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